Feuerwerk und Höhenfeuer erhellten am 1. August den Nachthimmel über Buchs. Bild: Janik Schmid
08.08.2025 08:00
Buchs feiert die Schweiz mit riesigem Höhenfeuer
Die Bundesfeier beim Schützenhaus in Buchs lockte am 1. August zahlreiche Besucher an. Ein vielseitiges Programm, eine nachdenklich-humorvolle Rede und ein beeindruckendes Höhenfeuer sorgten für festliche Stimmung.
Buchs. Die ersten Grilladen zischten bereits auf dem Rost, als sich ab 18 Uhr die Besucherinnen und Besucher auf dem Festplatz beim Schützenhaus an der Boppelserstrasse einfanden. Der Duft von Fischchnusperli lag in der Luft, Kinder liefen aufgeregt umher, und aus der Ferne erklangen schon die ersten Töne des Musikvereins Buchs, der das musikalische Herzstück des Abends bildete. Die Gemeinde hatte zur 1.-August-Feier eingeladen – und Buchs kam.
Bei bester Stimmung erlebten die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. Neben der Festwirtschaft, die vom Turnverein Buch organisiert und geführt wurde, sorgte vor allem der Musikverein für feierliche Atmosphäre, bevor die Mitglieder der Kulturkommission ans Rednerpult traten. Eigentlich hätte ein «echter Profi» sprechen sollen, wie sie zu Beginn ihrer Ansprache erklärten – dieser habe jedoch kurzfristig absagen müssen. Und so übernahmen Lotti Reust, Ivana Bilic, Babette Schuler, Gemeinderat Markus Schön und ein Hauch Künstliche Intelligenz das Mikrofon. Augenzwinkernd kündigten sie an: «Wenn’s langweilig wird, ist die KI schuld.»
In ihrer gemeinsamen Rede widmeten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Kulturkommission dem Thema «Zusammenhalt in der Gesellschaft». In Zeiten von Veränderung und Unsicherheit sei dieser Zusammenhalt «unser Fundament», betonten sie. Er zeige sich nicht in Gleichförmigkeit, sondern in der Stärke der Vielfalt: «Nicht jung gegen alt – sondern jung mit alt.» Der Dialog zwischen den Generationen und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Meinungen seien zentrale Pfeiler einer funktionierenden Gemeinschaft.
Auch der Umgang mit kultureller Vielfalt fand Platz in der Ansprache: «Was uns eint, ist stärker als das, was uns trennt.» In einer Gesellschaft, die von vielen Nationen, Sprachen und Kulturen geprägt sei, gehe es nicht darum, Unterschiede zu übersehen – sondern darum, Brücken zu bauen.
Nach der Rede stimmte die versammelte Festgemeinde gemeinsam mit dem Musikverein die Schweizer Landeshymne an.
Lichter, Flammen, Feuerwerk
Gegen 21.30 Uhr setzte sich der Lampionumzug in Bewegung. Ziel war das 1.-August-Feuer, das um 22 Uhr entzündet wurde und riesig war. Die meterhohen Flammen erhellten die Boppelserstrasse und warfen ihr Licht über Buchs, während am Himmel ein farbenfrohes Feuerwerk explodierte. Es war ein Spektakel, das Gross und Klein gleichermassen begeisterte.
Später kehrte wieder Gemütlichkeit ein. Die Gäste verweilten bei Trank und Gesprächen und genossen die Nacht bei entspanntem Beisammensein.
Janik Schmid