Respekt, Verantwortung und Zusammenhalt für unsere Schweiz
Leiser, aber nicht weniger ansprechend, wurde im ganzen Furttal der 1. August gebührend gefeiert. In Regensdorf wie gewohnt gleich an zwei Tagen und mit einer «sportlichen» Festrede.
Festredner Ricardo Schödler und Gemeinderat Adi Frei. Bild: Judith Sacchi
Leiser, aber nicht weniger ansprechend, wurde im ganzen Furttal der 1. August gebührend gefeiert. In Regensdorf wie gewohnt gleich an zwei Tagen und mit einer «sportlichen» Festrede.
Regensdorf. Das Festzelt beim Rebhüsli in Watt füllte sich für die Bundesfeier am letzten Samstag. Das Abendprogramm wurde standesgemäss von der Alphorngruppe Altburg eröffnet. Anschliessend übernahm der diesjährige Festredner Ricardo Schödler, Sportchef EHC Kloten, das Zepter.
Er habe sich bei der Vorbereitung für die Rede gefragt, worüber er eigentlich referieren möchte. Politik kam nicht in Frage, Eishockey wäre naheliegend, aber je mehr er sich es überlegt habe, kam die Erkenntnis, ob Eishockey oder die Gesellschaft, «es geht immer um Menschen.»
«Faszinierend am Teamsport ist, dass man unglaublich viel über das Zusammenleben lernt», so Schödler. Eine Mannschaft funktioniere im Grossen und Ganzen wie eine Gemeinde oder wie eine Gesellschaft.
Nach welchen Kriterien stellt man eine Mannschaft zusammen? Klar, beim Eishockey geht es um sportliche Leistungen, ohne diese geht es nicht. Trotzdem ist der menschliche Aspekt ebenfalls ein Standbein für Erfolg. «Wir können nur so erfolgreich sein, wenn alle die gleichen Werte teilen, in die gleiche Richtung gehen und das Team über die eigenen Interessen stellt.» Und somit funktioniere eine Sportmannschaft nicht so unterschiedlich zu einer Gemeinde. «Beides lebt von Menschen, beides lebt vom Miteinander und beides braucht ein stabiles Fundament», so der Redner. Und dieses Fundament bestehe für ihn aus drei Säulen: gemeinsame Werte, Verantwortung in der eigenen Rolle übernehmen und echter Zusammenhalt. Gemeinsame Werte soll man aber nicht nur kennen, sondern auch leben. «Dann entsteht eine starke Gemeinschaft.» Jeder soll an seinem Platz Verantwortung übernehmen, egal, ob er im Rampenlicht steht oder im Hintergrund mitwirkt. Verantwortung könne jeder übernehmen, in der Familie, im Beruf, im Verein oder auch einfach als guter Nachbar. Wichtig sei auch, dass man bereit sei, voneinander zu lernen und sich zu akzeptieren. Aus der Verantwortung erwachse der Zusammenhalt, viele kleine Taten ergeben etwas Grosses. «Ich glaube, wir alle können stolz sein, Schweizerinnen und Schweizer zu sein, stolz in diesem wunderschönen Land leben zu dürfen.» Alle sollten etwas dazu beitragen, dass es so bleibt und dies mit Respekt, Verantwortung und Zusammenhalt. Der Applaus für seine Rede war dem Sportchef sicher und getreu seinen Worten, den Zusammenhalt pflegen, stimmte er im Anschluss in die Nationalhymne mit ein, welche alle gemeinsam in der Abenddämmerung sangen, unterstützt vom Turnerchörli.
Anschliessend blieb noch genug Zeit für interessante Gespräche und gemütliches Zusammensein bei Speis und Trank. Das Höhenfeuer blieb dieses Jahr aus, kein Knallen von Feuerwerk war zu hören und so klang ein leiser 1. August aus, welcher zeigte, dass auch leise Töne sehr erfrischend sein können.
Judith Sacchi
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